Empathie

Der Verstand will in Begriffe fassen, vergleichen, bewerten. Dafür dürfen wir dankbar sein.

Allerdings hilft es uns nicht, wenn wir auf der Suche nach der Verbindung zu uns und unseren Mitmenschen sind.

Einfühlungsvermögen ist nötig, wenn wir von einer Erfahrung überwältigt sind. Wir möchten uns aussprechen und brauchen ein offenes Ohr. So entsteht Trost und ein Weg aus der Tiefe des Schmerzes, der Trauer und der Verwirrung. Ein Teilen und Mittragen ist angesagt, wenn das Leid noch so übermächtig ist, dass für Ratschläge gar keine Aufmerksamkeit da ist.

Empathie können wir lernen. Und das ist notwendig. Denn wir neigen meist zum Reden wenn wir trösten wollen, nicht zum gemeinsamen Stillwerden. So brauchen wir ein wenig Nachhilfe für unsere Intuition, bis wir imstande sind zu erkennen und zu respektieren, wann der Verstand besser schweigen sollte, damit unsere Menschlichkeit am hilfreichsten zum Vorschein kommen kann.

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